Tipps beim Kamerakauf

In den letzten 10 Jahren hat die Digitalfotografie einen weltweiten Siegeszug angetreten und wer heute eine Kamera kauft, der wird wohl in den meisten Fällen zur digitalen Variante greifen. Der folgende Überblick soll einen kurzen Leitfaden bezüglich der aktuellen technischen Möglichkeiten am Digitalsektor geben.

Die wesentlichsten Fragen, die sich bei der Auswahl einer neuen Kamera stellen, ist die Unterscheidung zwischen Kompaktkameras und Spiegelreflexkameras und die Frage der Bildpunkte und der Sensorgröße. In beiden Fragen gibt es große Unterschiede zwischen einfachen und hochwertigen Modellen und jeder, der heute eine neue Kamera kauft, muss als erstes diese beiden wesentlichen Fragen klären.

1) Kompaktkamera – Spiegelreflex:

Kompaktkamera-Canon Der technische Unterschied zwischen beiden ist enorm: Bei den einfacheren Kompaktkameras bilden Gehäuse und Objektiv eine Einheit. Das Objektiv kann nicht getauscht werden, meist sind bei diesen Kameras die Einstellungsmöglichkeiten relativ begrenzt. Für Urlaubsfotos oder private Schnappschüsse hervorragend geeignet, erreichen Kompaktkameras dennoch recht bald ihre Grenzen, die sie für professionelle Zwecke ungeeignet macht.

Anders ist dagegen die Situation bei den Spiegelreflexkameras. Hier unterscheidet man zwischen einem Gehäuse (Body) und wechselnden Objektiven. Der Name „Spiegelreflex“ kommt daher, weil nach dem Auslösen der Spiegel, der das Sucherbild erzeugt, hochklappt und den Weg zu Verschluss und Bildsensor freigibt. Man kann (vor allem bei professionellen Kameras) Gehäuse ohne Objektive kaufen, Spiegelreflexkamera-Canon Objektive ohne Gehäuse oder Sets, die meist aus einem Gehäuse und einem Zoomobjektiv bestehen. Systemkameras wie die Spiegelreflexkameras von Nikon oder Canon sind für nahezu alle Aufgaben geeignet und werden vor allem im professionellen Bereich oder im gehobenen Amateurbereich eingesetzt.

Gelegentlich werden auch so genannte Bridgekameas eingesetzt. Das sind Kameras, die eine Verbindung zw. Kompaktkameras und Spiegelreflexkameras herstellen. Sie kommen ohne Spiegel aus, haben aber dennoch auswechselbare Objektive. Der Micro-Four-Thirds-Standard von Olympus und Panasonic ermöglicht solche Kameratypen.

  1. Bildpunkte und Sensorgröße:

Die Anzahl der Bildpunkte (Pixel) ist ein Faktor, der für die Qualität einer Kamera entscheidend ist. Je mehr Bildpunkte desto höher ist die Qualität der Aufnahme und desto größer kann sie ausbelichtet werden. Zusätzlich zur Anzahl der Bildpunkte ist aber auch die Größe des Sensors ein ausschlaggebender Faktor. Je größer der Sensor, desto größer ist auch jeder einzelne Pixel. Daher sind große Sensoren für Qualitätsfotos ebenso wichtig wie eine hohe Pixelzahl.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe von weiteren Faktoren, die beim Kauf einer Kamera beachtet werden müssen. Die Faktoren Bilderrauschen, Einstellungsmöglichkeiten, Softwareunterstützung, Verarbeitungsqualität und natürlich auch Design sind wesentlich und sollten – sobald die grundsätzlichen Entscheidungen (Megapixel, Sensorgröße, Spiegelreflex…) getroffen sind, auf alle Fälle beachtet werden.